Tanzfestival Bielefeld

Eine Stadt in Bewegung

Wenn in Bielefeld die Sommerferien beginnen, steht zwei Wochen lang der Tanz im Mittelpunkt. Vom 19. Juli bis 1. August 2026 lädt das Tanzfestival Bielefeld dazu ein, selbst aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und hochkarätige Aufführungen zu erleben. Ob auf der Bühne, im Studio oder im Publikum – das Festival bringt Menschen zusammen, die Freude an Bewegung, Musik und künstlerischem Ausdruck haben.

Tanzen – vielfältig und inspirierend

Internationale Dozent*innen gestalten ein breit gefächertes Workshop-Programm: von Contemporary und Klassischem Ballett über Jazz Dance, Hip-Hop und Dancehall bis hin zu Flamenco und Body-Mind-Centering. Auch Angebote wie Tanz 55+ sind fester Bestandteil des Festivals. Ganz gleich, ob ihr erste Tanzerfahrungen sammeln möchtet oder bereits intensiv trainiert – hier findet ihr den passenden Kurs!

Mitmachen – so einfacht geht’s

Die Workshops dauern jeweils eine Woche und sind zu moderaten Teilnahmegebühren buchbar. Nutzt die Gelegenheit, verschiedene Stilrichtungen kennenzulernen, neue Impulse zu erhalten und eure tänzerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Alle Kurse werden in verschiedenen Niveaustufen angeboten, sodass Einsteiger*innen ebenso willkommen sind wie Fortgeschrittene. Neben dem Training entsteht ein Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben. Alle Informationen zu Workshops, Zeiten und Anmeldung findet ihr hier: Tanzfestival Bielefeld

Ein besonderer Moment erwartet euch am Ende jeder Woche: Die Teilnehmer*innen präsentieren die Ergebnisse ihres intensiven Trainings – nach der ersten Woche unter freiem Himmel auf dem Rathausplatz, zum großen Abschluss auf der Bühne der Rudolf-Oetker-Halle.

Aufführungen internationaler Kompanien

Auch als Zuschauer*in seid ihr herzlich eingeladen: Begleitend zu den Workshops bietet das Festival ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Im TOR6 Theaterhaus präsentieren internationale Tanzkompanien zeitgenössischen Produktionen und eröffnen spannende Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen im Tanz. Macht mit, schaut vorbei und erlebt, wie vielseitig Tanz sein kann – beim Tanzfestival Bielefeld 2026! 

Tickets für die Performances sind ab dem 13. März im Vorverkauf.

 

Das Performanceprogramm 2026

Das Area Jeune Ballet besteht aus 20 jungen talentierten Künstler*innen aus aller Welt im Alter von 18 bis 22 Jahren. Das 2016 gegründete AJB ist eine Tanzkompanie, die im Schweizer Genf ansässig ist und von der Dance Area Foundation gefördert wird. Mit Produktionen renommierter Choreograf*innen touren die jungen Tänzer*innen regelmäßig durch ganz Europa.

Die Performance besteht aus drei Stücken. Gezeigt werden die Choreografien „Kiss and fly“ von Gil Harush, „Un autre jour“ von Ken Ossola und zum Abschluss „We will never give up“ von Erion Kruja. In ihren Stücken entfaltet die Kompanie eine Energie, die den gesamten Raum erfüllt – kraftvoll, selbst bestimmt und empowernd. Die Individualität wird respektiert und geschätzt, während die eigene Stärke und Präsenz gegenseitig inspiriert und beeindruckt. Auch die Hoffnung, die Willenskraft und der Widerstand stehen als Themen im Fokus. In der Gesamtheit entsteht in den Stücken der Kompanie eine fast übernatürliche Dynamik.

 

Choreografie:Gil Carlos Harush, Ken Ossola, Erion Kruja
Interpret*innen:Giorgia Albertazzi, Izaque Andrade, Elio Blum-Vitagliano, Ricardo Cialifi, Florine Conti-Maraval, Ginevra Enrico, Eve Evena-Maleval, Gabriele Fiorentini, Maria Freire Govedarević, Lily Rose Heuzé, Letizia Lelpo, Isabel Llado Mendoza, Elena Petrone, Valentina Spendlingwimmer, Jhonata Teixeira, Malo Wurffel
Repetitorin:Fernanda Diniz

 

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Die imPerfect Dancers Company ist mit ihrem Repertoire weltweit auf Tournee und erhalt in der Tanzszene renommierte Auszeichnungen und großartige Kritiken. Mit Begeisterung präsentiert das Ensemble der seit 2011 ansässigen Tanzkompanie des Pisa Opera und Ballett Theaters in Italien nun seine gefeierte Produktion „Othello“.

Aus einer explosiven und kreativen Energie entstanden, verbindet diese Produktion Gebärdensprache, Humor, Videoprojektionen und die aktive Beteiligung des Publikums. Inspiriert von Shakespeares „Othello“ erforscht das Stück die Tiefen der menschlichen Seele in einer bewusst zeit- und ortlosen Welt. Im Zentrum der Aufführung prallen Liebe, Eifersucht, Zorn und Hass aufeinander. Drei Figuren – Othello, Desdemona und Iago – eröffnen drei mögliche Perspektiven. Das Publikum wählt den Weg und beeinflusst so Verlauf und Ausgang der Geschichte. Geleitet von einem charismatischen Zeremonienmeister entsteht eine sich ständig wandelnde Inszenierung voller humorvoller Momente. Hier ist das Publikum nicht nur Zuschauer, sondern Meister*in des Spiels.

 

Choreografie:Walter Matteini, Ina Broeckx
Interpret*innen:Mariana Vargas, Diago Alves, Bastian Borel, Carla Boffa, Despoina Mitsoula, Ane Brigitte Tveite, Rafael Belinha
Musik:Ezio Bosso, Olafur Arnalds, Max Richter, AC/DC, Metallica, Divan Gattamorta
Kostüme + Bühne:Ina Broeckx
Lichtdesign:Walter Matteini

 

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Laura Arend präsentiert ihre neue Kreation „Iara“, die eine Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Laufbahn markiert. Sie verbindet klassischen Tanz mit Moderne und entwickelt so einen originellen neoklassischen Stil. Seit 2009 erforscht sie in ihren Arbeiten die Stärke des Weiblichen.

Dieses Stück erinnert an die Amazonen und die feministische Bewegung, die sich beide dem Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter verschrieben haben. Die Choreografin hebt die Beharrlichkeit und Widerstandsfähigkeit der Frauen hervor und zeigt, dass ihr Kampf für Emanzipation, Epochen und Kulturen überdauert. Das Bühnenbild mit seinem Spiel von Licht und fragmentierten Raumen verstärkt die Botschaft, indem es einen Dialog zwischen Körper und Raum schafft.

Mit diesem eindrucksvollen Werk lädt Laura Arend das Publikum zur Reflexion über die bis heute fortbestehenden Machtverhältnisse und Geschlechterstereotype ein und entwirft eine engagierte Vision von Identität und Freiheit.

 

Choreografie:Laura Arend
Interpret*innen:Catarina Barbosa, Mathilde Plateau, Miranda Silveira
Musik:„La Dernière des Amazones“ von Maria-Antonia Walpurgis
Kostüme:Peggy Wurth, Geneviève Arend
Bühnenbild:Flore Anh Landru
Lichtdesign:Jean-Yves Beck

 

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Musik und Tanz unter freiem Himmel – das Tanzfestival Open Air auf dem Rathausplatz bietet Spaß und Bewegung für alle. Zur Halbzeit des Tanzfestivals präsentieren die Workshop-Teilnehmer*innen der ersten Woche die Ergebnisse ihres Tanztrainings und laden zum Mitmachen ein. Auf der Open-Air-Bühne bietet sich für die Tänzer*innen die Gelegenheit, ihr neu erlerntes Können vorzustellen. Dabei werden Energien freigesetzt, die das gesamte Publikum mitreißen. Nach der Präsentation durchmischt sich das Publikum mit den Tänzer*innen der Workshops sowie den Dozent*innen und es wird gemeinsam gefeiert. Der Eintritt ist frei.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im TOR 6 Theaterhaus statt. Der Einlass dort ist gemäß den vorhandenen Platzkapazitäten beschränkt.

 

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Pour Miles D.
Den Auftakt der Performance-Reihe übernimmt Tchekpo Dan Agbetou mit seinem Solo „Pour Miles D.“ als Hommage an die Jazz-Ikone Miles Davis. Inspiriert von dem afroamerikanischen Musiker, verbindet der Tanzer Bewegung und Klang in einer Jazzrock-Technik aus den Pariser 1980er Jahren, genannt „Jeux de Jambes“.

Ilemum
Vom Heimweh getrieben, folgt dem Einwanderer ein Schattenwesen, die „Zwillingsseele“. Sie fordert ihn heraus, spiegelt ihn, leitet ihn und hilft ihm, das quälende Gefühl des Fremdseins zu überwinden, bis er sein wahres Zuhause gefunden hat: In sich selbst. Mit der Performance „Ilemum“ laden Dhélé Agbetou und Delia Albertini zu einer poetischen Reise ein, in deren Verlauf das Fremde in all seiner Vielfalt gewürdigt wird.

Panopticon
Nach der Pause folgt das Solo „Panopticon“, aufgeführt von Vasiliki Papapostolou alias Tarantism. Die aus Griechenland stammende Künstlerin verbindet physisches Theater mit urbanen Streetdance-Stilen. Das Stück thematisiert Kontrolle, gesellschaftlichen Druck und die Entfremdung des Körpers in einer zunehmend vorhersehbaren Welt.

 

Choreografie:Tchekpo Dan Agbetou, Vasiliki Papapostolou
Interpret*innen:T. Agbetou | D. Albertini, D. Agbetou | V. Papapostolou
Dramaturgie:Elisabeth Masé (Pour Miles D.)

 

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Urban Styles Performance Event | 20.30 – 21.30 Uhr
Der erste Teil des zweiteiligen Abends bietet ein beeindruckendes Performance-Programm mit Choreograph*innen aus drei verschiedenen Generationen: Mit der Choreographie „Wo Licht ist, ist auch Schatten“ eröffnet Rayboom das Programm und schafft eine eindrucksvolle Atmosphäre. Anschließend präsentieren Dhélé Agbetou und Rafael Hellweg „OWL Movement“. Das Finale bildet ein überraschender Surprise Act aus der urbanzeitgenössischen Tanzwelt.

Urban Stylez Battles Night | 21.45 – 23.00 Uhr
Geprägt von Improvisation, Ausdruck und direktem Austausch: Dance Battles stellen seit jeher ein zentrales Element der Hip-Hop-Kultur dar. Tänzer*innen aus ganz Deutschland und darüber hinaus stellen sich im 1:1 nicht nur ihren Gegner*innen, sondern auch einer Jury. Mit jeder Runde steigt die Intensivität bis zum Finale.

Afterparty | 23.00 – 1.00 Uhr
Um den Abend voller choreografischer Inspiration und Battle-Adrenalin gebührend ausklingen zu lassen, wird der Dancefloor für alle geöffnet: Gemeinsam tanzen, jammen und den Abend ausklingen lassen.

 

Kurator:Dhélé Agbetou
Interpret*innen:Raymoon Zacharias, Dhélé Agbetou, Rafael Hellweg u. a.
Musik:DJ Why

 

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Teilnehmende, die zwei Wochen lang die Säle der Rudolf-Oetker-Halle belebt haben, zeigen unter der Leitung ihrer Dozent*innen beeindruckende Performances – von Klassischem Ballett bis Hip-Hop. Zum furiosen Finale des Tanzfestivals präsentieren die Kursteilnehmer*innen Choreografien, die sie in den Workshops erlernt haben. Schon zu Beginn des Abends wird den Jüngsten, sei es in den Hip-Hop oder in den Modern Jazz-Kursen, jubelnder Applaus sicher sein. Wenn dann die Eleganz des Tap Dance, die körperbetonte Sprache des Modern Dance oder die erdverbundenen Rhythmen des Flamencos mit der Energie des zeitgenössischen Tanzes verschmelzen, erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt.

Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in die Welt des Tanzes, von Dancehall, Whacking, Hip-Hop, New Style über Klassisches Ballett, Jazz Dance, Modern Jazz bis hin zu Mixed-Abled, Contemporary und Afro Contemporary!

 

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