Kommunale Galerie

Zeitgenössische Fotografie als Schwerpunkt

Seit 2001 präsentiert das Kulturamt Fotografie-Ausstellungen in seinen Räumen. In drei Ausstellungen pro Jahr, werden Werke aus den Bereichen Künstlerische Fotografie, Trends und Arbeiten aus dem Berufsfeld oder Arbeiten aus der Fotograf*innenausbildung in Handwerk und Studium ausgestellt, die die unterschiedlichen Facetten zeitgenössischer, professioneller Fotografie zeigen. Eine vierte Darbietung findet im Rahmen der Nachtansichten statt. So dient die Kommunale Galerie im Amerikahaus als Ort für Ästhetik und (Nachwuchs-)Förderung der Bielefelder Fotograf*innen und gleichsam als Ort für Diskurs und Begegnung für ein interessiertes Publikum.

Einfach hereinspaziert und einen Blick riskiert – ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Kaum ein Land ist so faszinierend. Dem geheimnisvollen Bann seiner Landschaften, seiner Weite, seiner geradezu kompromisslosen Ehrlichkeit und der allem innewohnenden Kraft der Natur kann man sich nur schwer entziehen – einer Faszination aus dem Stelldichein von Feuer und Eis, Stein und Moos, Wasser und Wind. Island ist wunderbar – und sensibel. Es mag überraschen, dass dieses Land in seiner kargen und zuweilen unwirtlichen Schroffheit nach einem sehr behutsamen Umgang verlangt, wenn seine Schönheit den Ansturm von Reisenden überdauern soll. Denn der Tourismus hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und ist mittlerweile der größte Devisenbringer.

Der Fotograf Klaus-Henning Groth hat sich diesem Land, dessen Einwohnerzahl etwa der von Bielefeld entspricht, in mehreren Reisen mit Achtsamkeit und Sensibilität genähert. Seine ausdrucksstarken und ruhigen Bilder in schwarz-weiß porträtieren das Land in zuweilen überraschenden Blickwinkeln und Details. Klaus-Henning Groth, geboren in der Nähe von Plön, lebt und arbeitet in Bielefeld. Nach einer Ausbildung zum Landschaftsplaner ist er nun als Berater aktiv. Mit der Fotografie hat er sich ein zweites Standbein aufgebaut.

Die Ausstellung läuft bis zum 13.01.2023

Wie haben Singer-SongwriterInnen die Zeit erlebt, in denen es ihnen unmöglich war, aufzutreten und das zu tun, was sie lieben? Der Bielefelder Fotograf Jens Fricke ist dieser Frage mit fotografischen Portraits nachgegangen. Dabei entstanden persönliche Momentaufnahmen, Songs und Statements von MusikerInnen aus Bielefeld, Frankreich, Australien und den USA. In der Ausstellung sind lokale KünstlerInnen zu sehen, aber auch international bekannte und erfolgreiche Singer-SongwriterInnen wie Nina Attal, Clare Bowen oder Tony Arata. Jedem Portrait ist eine persönliche, handgeschriebene Aussage zugeordnet. In dieser beschreiben die MusikerInnen ihre Emotionen und Gedanken zu der Zeit, in der sich ihre Kunst nur in einem Vakuum abspielte. Wer mag, kann die visuelle Aufarbeitung auch akustisch erleben, es sich auf Sitzmöbeln in kleinen Kojen gemütlich machen und in die Songs der Portraitierten hineinhören.

Jens Fricke hat sich vor allem in der internationalen Singer-Songwriter- und Country-Musikszene als Konzert- und Portraitfotograf einen Namen gemacht. Geboren in Herford lebt und arbeitet er heute als Grafik-Designer und Fotograf in Bielefeld.

www.jensfrickephotography.com